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Individuelle Konsumentenwünsche und der Longtail

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Der lange Schwanz – Nischenprodukte statt Massenmarkt: So lautet der etwas sperrige deutsche Titel des Bestseller-Buches von Wired-Chefredakteur Chris Anderson. Er stellte 2004 in einem Artikel mit dem Namen “The Long Tail” zum ersten Mal die These auf, dass Anbieter mit der Kombination von vielen Nischenprodukten, die sich jeweils nur sehr selten verkaufen, viel Geld verdienen könnten. Er belegte das mit eindrucksvollen Zahlen zum amerikanischen Musikmarkt, indem er zeigte, dass bei einer Download-Plattform für Musik der Großteil des Umsatzes mit Alben generiert wurde, die nur wenig gekauft wurden – teilweise nur einmal pro Jahr. Da die Musik aber in digitaler Form vorliegt und keine Lagerkosten verursacht, kann der Anbieter sein Geschäftsmodell darauf aufbauen.

Beispiele für Longtail-Geschäftsmodelle finden sich viele. Der Online-Handel mit Büchern zählt dazu, da zum Beispiel Amazon fast jedes, noch so obskure Buch im Sortiment führt und die schiere Masse dieser Titel viel Umsatz bringt. Knackpunkt für den Erfolg eines solchen Geschäftsmodells sind zwei Faktoren: Die Möglichkeit, die besagten Produkte ohne großen Aufwand anbieten zu können und das Zusammenführen von Nachfrage und Angebot. Lange Zeit waren Konsumenten offenbar zwangsweise auf Massentitel beschränkt, da zum Beispiel ein klassischer Plattenladen nur beschränkten Platz hat und diesen dann logischerweise mit Bestsellern füllt und Nischenprodukte außen vor lässt.

Die Möglichkeit, über das Internet viel leichter und schneller auch Produkte oder Dienstleistungen zu finden, die perfekt auf den eigenen Bedarf zugeschnitten sind, führt zu einer Individualisierung der Nachfrage. DemandR setzt genau an diesem Punkt an, indem es Nachfragern und Anbietern von speziellen Produkten hilft, besser und zielgerichteter zueinander zu finden. Der Nachfrager muss sich nicht mit einem allgemeineren und für seinen Bedarf schlechteren Produkt zufrieden geben und der Anbieter findet Käufer auch für spezielle Produkte.

Weitere Informationen und aktuelle Beispiele finden sie im Blog von Chris Anderson (auf englisch): http://longtail.com/


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