Plattenlabel als Vorbild für Business Angels und VC?

Mein Demotape fürs StartUpLabel
Mein Demotape fürs StartUpLabel

Jetzt hat es doch über 2 Monate (!) gedauert, bis ich endlich mal wieder dazu komme, hier im Blog eine neue “Hirnströmung” zu veröffentlichen. Um was geht es?

Momentan reden ja alle von der “Krise” und das StartUps extrem schlecht an dringend benötigtes Kapital kommen und die Zukunftsaussichten auch nicht viel besser sind… .

So eine Krise ist aber auch immer schon Anfangspunkt von Denkprozessen und Veränderungen gewesen, also, wieso nicht mal einen neuen Ansatz zur Konfiguration des Verhältnisses von StartUps und Business-Angels bzw. Venture-Capital-Gebern diskutieren:

Ich stelle mir das so vor: das Grundgerüst gleicht in etwa dem eines altbekannten Plattenlabels:

Eine Plattenfirma ist ein Unternehmen der Musikindustrie, das Musik auf Tonträgern vermarktet. Mit Musiklabel, Plattenlabel oder kurz Label [‘l?ib?l] kann hingegen nicht nur die ganze Firma gemeint sein, sondern auch die Unterabteilung einer Plattenfirma, die ihre Musiker unter einem bestimmten Markennamen vertreibt.

[Quelle: wikipedia de]

Umgemünzt auf Webgründungen könnte das so aussehen:

Ein StartUpLabel ist ein Zusammenschluss aus Business-Angeln und Venture-Capital gebern, das Webdienstleistungen im Internet realisiert und vermarktet. Label können auch verschiedene SubLabels sein, die Gründer einer bestimmten Geschäftsidee unter Vertrag haben.

[Quelle: wirre Gedankengänge des Autors]

Was auf den ersten Blick zugegebenermaßen tatsächlich irre klingt, eröffnet bei genauer Betrachtung meiner Meinung nach sehr viele Vorteile:

  1. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Geschäftsidee langfristigen Erfolg garantiert, ist gering, sehr gering. Die meisten Ideen sind wenn überhaupt ein “One-Hit-Wonder”, nur wenige werden “Superstars”. Bei vielen Ideen unter einem Label kann man sich auch solche Eintagsfliegen mal leisten, da der gesamte Bereich der Transaktionskosten wie bei einer normalen Firmengründung wegfallen würde.
  2. Das Label besitzt bereits alle geforderten Leistungserbringer (Techniker, Werber, Juristen,…) und selektiert neue Geschäftsideen nach Synergiepotentialen mit bereits vorhandenen “Künstlern”.
  3. Sehr schnelle Realisierungsmöglichkeit schafft Wettbewerbsvorteile.
  4. Die Gründer kümmern sich ausschließlich um das Produkt, also ihren Hit, den sie landen wollen.
  5. Sie bekommen dafür eine Gage, um ihren Lebensunterhalt (und mehr) zu begleichen.
  6. Bei Erfolg gibt es laufende Provisionen.
  7. Ein Exit für beide Seiten muss möglich sein.

Auch wenn Beteiligungsgesellschaften von heute viele der Merkmale bereits implementiert haben, reizt mich vor allem der Gedanke, mit einer Idee (Titel), Angestellter (Künstler) zu sein. Auch wenn alle immer von Selbstverwirklichung und freiem Handeln als Gründer und Selbstständiger reden, ist es doch reduziert betrachtet zunächst nur einem Grund geschuldet, diesen Weg zu gehen: Geld verdienen, vielleicht auch wirklich gutes Geld zu verdienen. Ja, Idealismus spielt natürlich auch eine Rolle, bezahlt mir aber nicht meine Rechnungen. Als Newbee, die die meisten Anfänger in diesem Business wohl sind, ist so ein beschriebenes Konstrukt doch gar nicht schlecht.

Dann werde ich schonmal mein Demotape aufnehmen und auf die erste Postanschrift eines StartUpLabels warten ;-)

Ich bin sehr gespannt auf Eure Meinung!