groupon – so funktioniert lokales Live Shopping!

Man nehme den Entertainmentfaktor von Live-Shopping-Seiten, den Effekt von Powershoppingkonzepten à la letsbuyit.com und die wachsende Bedeutung von location based services – schon ist ein neuartiges Shoppingkonzept geboren.

Der Pionier

Als erster Anbieter betrat im November 2008 GROUPON.COM die neue Bühne. GROUPON steht für GROUP COUPONS und bietet seinen Service mittlerweile in 35 Städetn an und hat bisher über 1 Millionen Coupons verkauft.

Das Konzept

Lokale Live Shopping Seiten wie GROUPON bieten jeden Tag ein Produkt oder eine Dienstleistung zu einem enorm günstigem Preis an. In Ergänzung zu etablierten Live Shoppingseiten besitzen die Angebote in der Regel jedoch eine Mindestanzahl an Käufern, damit der Preis zustande kommen kann. Dieser Effekt ist den “Älteren” unter uns noch vom Powershoppingkonzept LETSBUYIT aus der ersten Dot-com-Welle vertraut: Je mehr Leute ein Produkt verbindlich kaufen (wollen) – desto niedriger wird der Preis. Als User bekommt man nach einer Registrierung täglich eine Mail mit dem Angebot des Tages. Die Betreiber verdienen an den verkauften Coupons mit.

Die Chancen

Das Prinzip des Crowdsourcings, um besondere Angebote zu bekommen, ist nicht revolutionär, sondern sehr rational. Es ist einfach und vor allem gerade für lokale Händler und Dienstleister fair bzw. fairer als so manche Onlinebranche. Als Anbieter kann ich genau kalkulieren, wie tief ich gehen kann, um noch gerade profitabel zu sein, da nicht nur der Deal des Tages im Vordergrund steht sondern vielmehr der ersehnte Marketing-Push durch derartige Aktionen.

Für den Kunden ist es durch die täglich wechselnden Angebote zum Einen abwechselungsreich aber vor allem trifft es den Nerv der Zeit, sein soziales Netzwerk zum eigenen Vorteil zu nutzen und Aktionen massiv zu bewerben, damit die Mindestkäuferzahl auf alle Fälle erreicht wird.

Die Risiken

Lokale Live Shopping Angebote leben vom Traffic – je mehr Nutzer ein Angebot annehmen oder zumindest weiterempfehlen, desto besser. Dies kostet Kraft und Geld, viel Geld. Auf der anderen Seite muss Händlern das Konzept erklärt werden, das kostet Zeit und Nerven. Den Amerikanern fällt dies bestimmt leichter als dem deutschen Einzelhändler, ist seine Mentalität und Offenheit gegenüber neuen Konzepten doch eine ganz andere. Das Geschäftsmodell ist durch seine Einfachheit leicht zu imitieren, wie man es auch schon beim Live-Shopping-Pionier WOOT gesehen hat. Wer hier frühzeitig einen Fuß auf den Boden bzw. in die richtige Community bekommt, sollte dennoch erfolgreich werden.

Die Klone

Meist der beste Beweis für ein erfolgsversprechendes Konzept: Die Nachahmer sind schon unterwegs. Anbei eine kleine Auswahl:

Scoop Street ist bisher nur in New York verfügbar und erfüllt alle Kriterien wie oben beschrieben.

In aktuell 47 Städten der USA vertreten. Im Gegensatz zu den anderen muss keine bestimmt Mindestanzahl von Käufern vorhanden sein.

Bisher in drei großen US-Städten vertreten bietet buywithme nicht nur einen Deal pro Tag sondern gleich mehrere an.
Bei coupme aus Massachusetts handelt es sich nicht um lokale Angebote sondern vielmehr um Onlinedeals.

Interessante Quellen im Netz

Bericht(e) bei exciting commerce

Groupon-Video bei ABC

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