Wie funktioniert google buzz?
Die Gerüchte mehrten sich in den letzten Tagen: Die einschlägigen TechBlogs mashable und techcrunch kündeten revolutionäre Neuigkeiten beim E-Mail-Dienst des Suchmaschinengiganten Google an. Goggle Mail wird social und hört auf den Namen google buzz.
Zunächst einmal: Enttäuschung!
Nicht etwa über die Applikation als solche sondern über die Tatsache, dass ich selber leider noch nicht für google buzz freigeschaltet bin. Alle google Konten werden nach und nach aktualisiert, also keine geschlossene Testphase wie bei Google Wave.
Funktionsumfang
Im Prinzip wird Google Mail mit Google Buzz zur “Social Media Kommandozentrale”, da auf einer Plattform Services und Funktionen aller bekannten Social Media Features aggregiert werden (können), und dass sogar mobil. Im Überblick:
- Google erkennt automatisch diejenigen Kontakte, mit denen sie häufig in Verbindung sind und folgt denen à la twitter automatisch.
- Eigene Veröffentlichungen können entweder ganz offen oder nur für das persönliche Freundenetzwerk geöffnet werden.
- Kommentare werden an den Google-Mail-Posteingang gesendet, sodass sich so wie bereits gewohnt nicht einzelne E-Mails sondern ganze Konversationen verfolgen lassen.
- Inhalte aus Twitter, Picasa, Flickr und Google Reader können importiert und verarbeitet werden.
- Posts und Kommentare werden wie aus google wave bekannt in Echtzeit angezeigt.
- Google weiß bekanntlich am besten, was Sie mögen und schlägt Ihnen relevante Themen vor.
Mobile Nutzung mit Mehrwert
Google Buzz kann entweder per mobiler Webseite buzz.google.com genutzt werden oder per iPhone bzw. Android-App. Ähnlich dem foursquare-Prinzip lässt sich so mobil einchecken. Im Kombination mit google maps lässt sich erkennen, wer sonst noch in der Nähe ist und buzz benutzt bzw. Photos und Nachrichten über den Ort postet.
Erste Bewertung
Leise, still und heimlich erklärt google mit buzz den Social Media Größen facebook und twitter den Krieg, aber auch neue Trends wie foursquare sind grundlegend schon integriert. Bisher fehlt noch die facebook-Integration, im TechCrunch-Interview wird diese aber bereits in Aussicht gestellt. Für mich ist buzz der logische nächste Schritt nach dem Launch von Google Wave, die ihren Massentauglichkeitstest nicht auf Anhieb bestanden hatte. Synchrone Aktualisierungen in Echtzeit waren das Aushängeschild und sind nun auch in gBuzz integriert. Sehr interessant finde ich den konsequenten mobilen Ansatz von Beginn an, das setzt Maßstäbe. Durch die einfache Integration in Google Mail, einen der populärsten E-Mail-Dienste weltweit, muss man sich um neue Mitglieder zunächst keine Sorgen machen und durch die automatische “Sozialisierung” des Accounts ist die Mitmachbarriere sehr gering.
Aussicht
Trotz der geschickten Einführungsstrategie im Schatten eines eingeführten Services wie Google Mail wird die Akzeptanz der Nutzer über Erfolg und Misserfolg entscheiden. Da Google ja mal prinzipiell erst einmal immer in Verdacht steht, mit Nutzerdaten sehr freizügig umzugehen, wird sich vielleicht aus dieser Richtung Widerstand breit machen – mal sehen, wann das Bundesamt für Sicherheit nach wave auch vor buzz warnt. Die ersten Reaktionen aus der Branche sind auf alle Fälle sehr aufschlussreich und ernüchternd – was jedoch für google-Innovationen kein Novum darstellt. Es wird spannend.
Sobald ich freigeschaltet bin, geht es mit dem Praxistest am Desktop und per Android-App weiter. Bis dahin bitte erste Erfahrungen in den Kommentaren hinterlassen. Danke!













Sehr gut aufgebauter Beitrag, mich haben dabei besonders die Links zu Buzz interessiert
Danke für den Beitrag
@Sebastian: Gern geschehen.