Chocri – ein Ecommerce-Start-Up für Leckermäuler
Schokolade gibt es schon in Hülle und Fülle – aber eben keine individuellen, extravaganten Tafeln auf denen man sich und seine eigene Schokoladenkreativität ausleben kann. Das dachten sich auch die Gründer und Geschäftsführer des Internet-Start-Ups “Chocri”, Michael Bruck und Franz Duge. Anfang September 2008 ging die Schokoladenplattfrom online und hat seitdem über große Erfolge zu berichten. Zu Weihnachten waren die Produktionsgrenzen beispielsweise so gut wie erreicht.
Das Chocri-Prinzip ist sehr einfach: Es stehen ca. 80 Zutaten bereit, aus denen man sich die eigene Wunschschokolade zusammenstellt (das ergibt dann ungefähr 1 Milliarde Kombinationsmöglichkeiten).
Zunächst muss eine Basisschokolade gewählt werden; dann kommen nach Lust und Laune Früchte (z.B. getrocknete Kiwischeiben), Nüsse (z.B. Wasabi-Erdnüsse), Gewürze (z.B. Meersalz), Extras (z.B. Gummibären oder zuckrige Kerzenhalter), Dekore (z.B. Echtgoldpulver) und schließlich “Wiese” (z.B. kandierte Veilchenblüten) obendrauf. Die Bestellung wird in der Chocri-Manufaktur in Berlin mit Liebe fürs Detail zusammengestellt, sicher verpackt und an den Schokoladenfreund verschickt.
Chocri legt auf Biozutaten und fairen Handel großen Wert – deswegen wird ausschließlich FairTrade-Schokolade verarbeitet. Die Schokolade besteht außerdem aus biologisch angebautem Kakao – ein weiteres Muss für die Chori-Macher. Um dem Image als eines an Nachhaltigkeit und Fairness orientierten Start-Ups gerecht zu werden, spendet Chocri dauerhaft 1% des Gesamtumsatzes an Hilfsprojekte (z.B. für einen Brunnenbau an der Elfenbeinküste).
Um die eigene Bekanntheit weiter zu steigern, haben die “Chocris” nun auch ein Partnerprogramm bei Webgains gestartet. Alles in allem ein leckeres und vielversprechendes Ecommerce-Start-Up.
Einen bildlichen Eindruck von der Schokoladenmanufaktur kann man sich bei der deutsche-startups.de verschaffen.
Plattenlabel als Vorbild für Business Angels und VC?
Jetzt hat es doch über 2 Monate (!) gedauert, bis ich endlich mal wieder dazu komme, hier im Blog eine neue “Hirnströmung” zu veröffentlichen. Um was geht es?
Momentan reden ja alle von der “Krise” und das StartUps extrem schlecht an dringend benötigtes Kapital kommen und die Zukunftsaussichten auch nicht viel besser sind… .
So eine Krise ist aber auch immer schon Anfangspunkt von Denkprozessen und Veränderungen gewesen, also, wieso nicht mal einen neuen Ansatz zur Konfiguration des Verhältnisses von StartUps und Business-Angels bzw. Venture-Capital-Gebern diskutieren:
Ich stelle mir das so vor: das Grundgerüst gleicht in etwa dem eines altbekannten Plattenlabels:
Eine Plattenfirma ist ein Unternehmen der Musikindustrie, das Musik auf Tonträgern vermarktet. Mit Musiklabel, Plattenlabel oder kurz Label ['l?ib?l] kann hingegen nicht nur die ganze Firma gemeint sein, sondern auch die Unterabteilung einer Plattenfirma, die ihre Musiker unter einem bestimmten Markennamen vertreibt.
[Quelle: wikipedia de]
Umgemünzt auf Webgründungen könnte das so aussehen:
Ein StartUpLabel ist ein Zusammenschluss aus Business-Angeln und Venture-Capital gebern, das Webdienstleistungen im Internet realisiert und vermarktet. Label können auch verschiedene SubLabels sein, die Gründer einer bestimmten Geschäftsidee unter Vertrag haben.
[Quelle: wirre Gedankengänge des Autors]
Was auf den ersten Blick zugegebenermaßen tatsächlich irre klingt, eröffnet bei genauer Betrachtung meiner Meinung nach sehr viele Vorteile:
- Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Geschäftsidee langfristigen Erfolg garantiert, ist gering, sehr gering. Die meisten Ideen sind wenn überhaupt ein “One-Hit-Wonder”, nur wenige werden “Superstars”. Bei vielen Ideen unter einem Label kann man sich auch solche Eintagsfliegen mal leisten, da der gesamte Bereich der Transaktionskosten wie bei einer normalen Firmengründung wegfallen würde.
- Das Label besitzt bereits alle geforderten Leistungserbringer (Techniker, Werber, Juristen,…) und selektiert neue Geschäftsideen nach Synergiepotentialen mit bereits vorhandenen “Künstlern”.
- Sehr schnelle Realisierungsmöglichkeit schafft Wettbewerbsvorteile.
- Die Gründer kümmern sich ausschließlich um das Produkt, also ihren Hit, den sie landen wollen.
- Sie bekommen dafür eine Gage, um ihren Lebensunterhalt (und mehr) zu begleichen.
- Bei Erfolg gibt es laufende Provisionen.
- Ein Exit für beide Seiten muss möglich sein.
Auch wenn Beteiligungsgesellschaften von heute viele der Merkmale bereits implementiert haben, reizt mich vor allem der Gedanke, mit einer Idee (Titel), Angestellter (Künstler) zu sein. Auch wenn alle immer von Selbstverwirklichung und freiem Handeln als Gründer und Selbstständiger reden, ist es doch reduziert betrachtet zunächst nur einem Grund geschuldet, diesen Weg zu gehen: Geld verdienen, vielleicht auch wirklich gutes Geld zu verdienen. Ja, Idealismus spielt natürlich auch eine Rolle, bezahlt mir aber nicht meine Rechnungen. Als Newbee, die die meisten Anfänger in diesem Business wohl sind, ist so ein beschriebenes Konstrukt doch gar nicht schlecht.
Dann werde ich schonmal mein Demotape aufnehmen und auf die erste Postanschrift eines StartUpLabels warten ;-)
Ich bin sehr gespannt auf Eure Meinung!
Pauldirekt und Preissau verbreitern die Ecommerce-Szene
Das Jahr 2008 neigt sich dem Ende, aber die Energie der Ecommerce-Szene ist noch lange nicht erschöpft. Das zeigt sich an zwei neuen Ecommerce-Angeboten: pauldirekt, ein Shopping Club mit Live-Shopping-Charakter und Preissau, ein weiterer Live-Shopping-Anbieter.
Beide Plattformen legen großen Wert auf ein kurzweiliges “Entertainment” ihrer Kunden (Preissau nennt sich dementsprechend auch “Deutschlands erstes Entertainment Shopping Portal”). Während Steffi von Preissau jeden Tag eine witzige Anekdote aus ihrem Leben erzählt, erklärt Paul von pauldirekt die Vorzüge des Artikels aus der jeweils aktuellen Verkaufsaktion. An pauldirekt ist außerdem besonders, das der Zugang zu den Produkten beschränkt ist. Nur Clubmitglieder dürfen bei den Schnäppchen aus dem Elektronikbereich zuschlagen. Steffi erhält hingegen von einer Comic-Sau Unterstützung – zudem wird jeden Tag ein Cartoon veröffentlicht. Die Angebote kommen vor allem aus dem Lifestyle- und dem Elektronik- und Technikbereich.
Fazit: Beide Plattformen sind auf alle Fälle einen Besuch wert.
Die “zweiflügligen” Business Angels
Bei dem Begriff “Business Angel” handelt es sich um eines der Worte, die in den letzten Jahren – vor allem im Bereich des Ecommerce – in Mode gekommen sind. Jeder Existenzgründer mit einer guten Geschäftsidee und einem größeren Kapitalbedarf macht sich auf die Suche nach seinem “zweiflügeligen Engel” (das sind meist Unternehmer oder leitende Angestellte), der ihm bei der Gründung und in der Startphase des Unternehmens hilft. “Zweiflügelig”, weil der Business Angel nicht nur finanzielle Investitionen vornehmen, sondern ebenfalls mit der eigenen Erfahrung und einem großen Netzwerk beratend zur Seite stehen soll. Bei den im Vergleich zu Venture-Capital-Beteiligungen (die meist erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen) geringeren Investitionsbeträgen erhofft sich der “Unternehmensengel” dafür von einer schnellen Wertsteigerung des innovaten Start-Ups zu profitieren. Die Gründungswettbewerbe der Business-Angel-Netzwerke stellen für Jungunternehmer eine große Chance auf Finanzierung (und Coaching) dar, da siehäufig für Banken als Kreditnehmer nicht sofort in Frage kommen.
Weitere Informationen über die “segensreichen” Business Angels gibt es unter anderem bei BAND, dem “Business Angels Netzwerk in Deutschland e.V.”.
Bildquelle: stock.xchng, http://www.sxc.hu/photo/729014, Zugriff: 29.10.08
Aktuelle ACTA-Studie zu Internettrends
Die jährlich vom Institut für Demoskopie Allensbach durchgeführte ACTA ist wieder veröffentlicht worden. ACTA bedeutet “Allensbacher Computer- und Technik-Analyse” und ist eine Umfrage zu Ausbreitung der neuen Technologien in privaten Haushalten, zu deren Nutzung und zu deren Auswirkungen auf Informationsbeschaffung und Konsumverhalten der Deutschen. Die Studie wird sehr geschätzt, da sie Internettrends aufzeigt, wichtige Zielgruppen für Internetunternehmen identifiziert und die Veränderungen von Wünschen und Gewohnheiten in der Bevölkerung bei der Nutzung neuer Technologien festhält. Mehr über die Studie kann hier nachgelesen werden.
Zu den Ergebnissen zählen “altbekannte” Entwicklungen: Die Nutzung des Internets nimmt kontinuierlich zu, die Internetnutzungsfrequenz erhöht sich, ebenso die Nutzungsdauer. Dabei haben immer mehr Internetnutzer Angst vor Datenmissbrauch im Internet.
Aber auch interessante Trends kamen in der ACTA zur Sprache: Die Bedeutung des Internets als Informationsquelle steigt. Vor allem bei Frauen, die es explizit als Infoquelle für Frauenthemen nutzen. So hat vor allem die Produktrecherche nach Mode, Schuhen, Kosmetikartikeln und Haushaltswaren (als sogenannte “Frauenthemen”) im Internet signifikant zugenommen.
Auch das Porträt des sogenannten “Web-Aktivisten” (ein Webaktivist ist ein Internetnutzer, der mindestens vier von zehn verschiedenen Formen des Content-Beitrags im Internet nutzt) ist recht interessant. Demnach ist er männlich, zwischen 14 und max. 29 Jahren alt und hat eine Fachhochschul- oder Hochschulreife.
Weitere, detailliertere Ergebnisse können in den vom IfD Allensbach kostenlos zur Verfügung gestellten Power-Point-Präsentationen nachgelesen werden.
Der GoodGuide für LOHAS
Die Webseite GoodGuide ist einfach und funktional gestaltet, die darauf bereitgestellten Informationen aber brisant! Die US-amerikanische Plattform befindet sich noch in der Beta-Phase, hat jedoch ein vielversprechendes, interessantes Konzept. Sie richtet sich an alle Verbraucher, die Wert auf Nachhaltigkeit, Umweltschutz und eine gesunde Lebensweise legen – also an die neue LOHAS-Generation (LOHAS = Lifestyle of Health and Sustainability).
Auf GoodGuide werden die verschiedensten Produkte aus den Bereichen Körperpflege und Haushaltsmittel vorgestellt und im Hinblick auf ihre Umweltverträglichkeit, Herstellungsbedingungen und Auswirkungen auf die Gesundheit bewertet. Die Informationen werden von Forschern und non-profit Vereinigungen, die im Umwelt- bzw. Gesundheitssektor arbeiten oder die Arbeitsbedingungen bei den jeweiligen Unternehmen überwachen, bereit gestellt.
Jedes Produkt erhält eine “Note” und wird auf einer Skala eingeordnet. Nur die Shampoos, Body-Lotions oder Waschmittel im “grünen Bereich” der jeweiligen Skala sind zu empfehlen. Mitglieder des GoodGuide können selbst zusätzliche Produktbewertungen abgeben und eigene Einkaufslisten zusammen stellen.
Das Konzept von GoodGuide stößt sicherlich schon auf breites Interesse. Wer möchte nicht wissen, was sich beispielsweise hinter den Inhaltsstoffen des Sonnenschutzmittels, das man gern benutzt, verbirgt…
Mal sehen, wann es den GoodGuide auf Deutsch geben wird…
Noch 365 Tage bis zur Bundestagswahl – we vote!
Das Wahljahr 2009 wirft seine ersten Schatten vorraus, die etablierten Parteien schütteln sich und rütteln sich und die ersten Kanzlerkandidaten stehen auch schon fest. Die meisten Werbeplakate werden für den Spätsommer 2009 bereits gebucht sein, rote, schwarze, grüne, gelbe und andersfarbige Eyecatcher sollen uns dann kurz vor zwölf aufs richtige Ufer ziehen, damit das Kreuz an der richtigen Stelle gemacht wird und für vier Jahre unsere Gewählten wieder Planungssicherheit haben.
Für uns Wähler wird es schwer, die richtige Wahl zu treffen, zu unübersichtlich sind die einzelnen Wahlprogramme, zu gleich und schwammig scheinen die Positionen zu sein. Jedoch ist ein Blick in die verschiedenen Druckschriften gar nicht mal so uninteressant und birgt die ein oder andere Überraschung. Dies ist jedoch ziemlich zeitaufwendig und ganz schön trockener Stoff. Ich habe das selbst mal 1999 in einem Seminar zum Thema “Sicherheitspolitik im Spiegel der Parteien” durchexerziert, die Ergebnisse waren sehr interessant, aber ein hartes Stück Arbeit.
Heute, knapp 10 Jahre später findet ein großer Teil von werblicher und sozialer Kommunikation online statt. Menschen vernetzen sich in social networks und tauschen Meinungen und Erfahrungen aus.
Schmeißen wir doch mal beide Themen in einen Topf – was könnte daraus kommen? wevote.de – ein transparentes, unabhängiges und nutzergeneriertes Wahlinfoportal ?!?
Kernelemente (Ansatz):
- Für jede Wahl wird eine eigene Rubrik angelegt (Beispiel: Bundestagswahl 2009, …)
- Zu jeder Wahl kann für jede zugelassene Parte ein Profil angelegt werden
- Die Wahlprogramme werden thematisch auseinandergeflückt und parteiweise nebeneinander dargestellt.
- Zu jedem Thema gibt es eine user generierte Kurzzusammenfassung (wiki-basiert)
- Zu jedem Thema gibt es ein Forum-Thread
- Zu jedem Thema gibt es parteienspezifisch ein user generiertes Voting
- Daraus werden die Kurzzusammenfassungen zum user generierten Wahlprogramm
- … und natürlich kann man das user-generierte Wahlergebnis ablesen!
Mir ist bewußt, dass innen- und außenpolitische Positionen nicht per Generator entstehen und es Interdependenzen zwischen Statements gibt, die nicht oder nur schwer lösbar sind. Ein wie oben beschriebenes Portal hätte jedoch den Scharm, dass der Wähler überhaupt eine reale Chance hat, sich
schnell und umfassend zu informieren, mitzudiskutieren und sich auszutauschen. Zudem hätten die Parteien das “Ohr an Masse”, um Reaktionen zu messen und ihrem Mandat als Volksvertreter nachzukommen. Dazu bekäme jede Partei auch einen gesondert gekennzeichneten Zugang, um sofort auf
Kommentare usw. reagieren zu können.
Nennt es Träumerei oder Unfug, mir liegt viel an meiner politischen Partizipation und mit dem Mittel Internet läßt sich da heutzutage mehr denn je realisieren. Ich bin gespannt, ob Ihr eine Meinung (dazu) habt.
TalentRun – Online-Karaoke für Hobby-Sänger
Amateur-Sänger haben seit einiger Zeit die Möglichkeit, ihr Karaoke-Können online unter Beweis zu stellen. Auf der Internet-Plattform TalentRun können die Mitglieder ihre Lieblingslieder singen und aufnehmen (einzige technische Voraussetzungen sind ein Internetzugang, ein Mikrofon und für diejenigen, die auch gesehen werden möchten, eine Webcam), aber auch die Darbietungen der anderen anhören bzw. anschauen und kommentieren. Regelmäßig veranstalten die Betreiber und die TalentRun-Community Wettbewerbe, bei denen die talentiertesten Karaoke-Sänger gewählt werden. Gewinner werden dann in der eigenen TalentRun-”Hall of Fame” präsentiert.
Karaoke-Begeisterte, die zunächst noch einmal in den eigenen vier Wänden üben möchten, können das gewünschte Karaoke-Zubehör oder seltene Karaoke-Songs einfach bei DemandR nachfragen.



